Der marode Kindergarten in Parsdorf soll abgerissen werden. Die Planungen laufen bereits, doch bei der Bürgerversammlung regte sich Widerstand: Weil die Feuerwehr derzeit Materialien im Gebäude lagert, wollen die Bürger den Abriss vorerst aussetzen.
Laut Bauamtsleiterin Brigitte Littke sei das Gebäude marode, im Inneren schimmle es. Eine Nutzung als Kindergarten sei deshalb nur noch mit „erheblichen Sanierungsmaßnahmen“ möglich. Bereits 2024 wurden die Kosten dafür auf drei Millionen Euro beziffert.
Da aufgrund sinkender Geburtenzahlen der Betreuungsbedarf zurückgeht, hat sich die Gemeinde für den Abriss entschieden. Aktuell laufen die Planungen für die Ausschreibung. „Da sind wir auch nicht verhandlungsbereit“, so Littke. Man wolle „keine Ruinen“ hinterlassen, bei denen die Gefahr von Vandalismus bestehe. Das Grundstück soll anschließend als Bedarfsfläche vorgehalten werden.
Doch bei der Bürgerversammlung regte sich Widerstand. Der Bürger Hans Gunszt beantragte, den Abriss auszusetzen. Die Begründung: Derzeit lagert die Feuerwehr Materialien im ehemaligen Kindergarten. Mit dem Abriss würde dieser Lagerplatz entfallen. Der Antrag wurde ohne Gegenstimme angenommen. Damit muss sich der zuständige Ausschuss oder Gemeinderat innerhalb von drei Monaten mit dem Anliegen befassen. Ein tatsächlicher Abrissstopp gilt jedoch als unwahrscheinlich.
