Jugendversammlung in Haar

von Leon Öttl

Bei der diesjährigen Jugendversammlung der Stadt Haar kamen am Donnerstagabend rund 40 junge Bürgerinnen und Bürger im Alter von 14 bis 21 Jahren zusammen. Im Mittelpunkt stand die Mitbestimmung. Dabei zeigten sich bei den Wünschen der Jugendlichen einige Gemeinsamkeiten.

Die Veranstaltung fand unter der Leitung des Ersten Bürgermeisters, Andreas Bukowski (CSU) statt. Zahlreiche Stadträte waren gekommen, um sich mit den Besuchern auszutauschen. Daneben stellten sich auch die drei Jugendzentren der Stadt vor. 

Eingestreut wurden mehrere Umfragen, an denen sich die Teilnehmer live von ihren Handys aus beteiligen konnten. Dabei äußerten sie unter anderem den Wunsch nach mehr Informationen zu Veranstaltungen und Minijobs.

Was wünschen sich die Jugendlichen von den Jugendzentren der Stadt? Foto: Leon Öttl / B304.de

Auch an den sogenannten Thementischen konnten die Jugendlichen ihre Vorschläge einbringen. Dort ging es um konkrete Themen wie Umwelt, Wohnen, Mitbestimmung und Freizeit.

Genannt wurde unter anderem der Wunsch nach einem Café. Auch über E-Roller wurde intensiv diskutiert. Während einige Jugendliche die wild auf Gehwegen abgestellten Fahrzeuge kritisch sahen, forderten andere mehr Mietroller und -räder.

Besonders viele Karteikarten beschäftigten sich mit dem Thema Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum. Konkret wurden etwa sauberere Bushaltestellen sowie mehr Beleuchtung an Brücken und Unterführungen gefordert.

Alle Themen würden nun in Gremien wie Stadt- und Kreistag eingebracht, sagte Bukowski. Im Februar soll der nächste Jugendworkshop stattfinden, bei dem die Jugendlichen konkret an der Ausgestaltung der Themen arbeiten können. Wenn ein Wunsch erfüllbar sei, „packen wir das gerne für euch an“, so der Bürgermeister.

Ein Beispiel dafür ist der WhatsApp-Kanal der Stadt. Die Jugendlichen hatten ihn bei der letztjährigen Versammlung angeregt, um besser über das Geschehen in der Stadt informiert zu sein. Inzwischen ist der Kanal aktiv und hat rund 750 Abonnenten – von jung bis alt.

Bei den Besucherinnen und Besuchern kam die Versammlung überwiegend gut an. Auf einer Karteikarte wurde der Wunsch nach einer regelmäßigeren Beteiligung sowie nach einer Jugendsprechstunde mit dem Bürgermeister geäußert. Zudem wünschten sich die Jugendlichen mehr politische Bildung, etwa durch Informationen über Parteien und Demokratie oder eine Probewahl ab 14 Jahren. Auch ein eigener Jugendrat wurde angeregt.

An den Thementischen – hier zur Freizeit und dem öffentlichen Raum – äußerten die Jugendlichen zahlreiche Wünsche und Anregungen Foto: Leon Öttl / B304.de