Ein brennender Holzstapel, ein rauchender Mülleimer, ein Glutnest im Wald und angebranntes Essen haben Polizei und Feuerwehr in dieser Woche bereits mehrfach beschäftigt.
Wie bereits berichtet, war die Feuerwahr Vaterstetten am Montag, 10. August, am frühen Abend zu einem Containerbrand an der Wertstoffinsel neben dem Vaterstettener Minigolfplatz ausgerückt. Betreiber Edi Ziegler und seine Helfer hatten dort erste Löschmaßnahmen eingeleitet, bevor die Einsatzkräfte das Feuer vollständig löschten.
Danach musste die Feuerwehr Vaterstetten gleich mehrfach ausrücken: In der Nacht auf Dienstag, 11. August, bemerkte ein Anwohner an einer Gaststätte in der Verdistraße einen brennenden Holzstapel und löschte die Flammen. Nach Angaben der Polizei hatten Unbekannte das Holz zwischen Montag, 10. August, 17.15 Uhr, und Dienstag, 11. August, 8.20 Uhr, teilweise in Brand gesetzt. Das Feuer verrußte die Hauswand und beschädigte eine Lampe. Der Sachschaden wird auf einen niedrigen dreistelligen Betrag geschätzt.
Am Dienstag, 11. August, gegen 9.23 Uhr meldete ein Passant einen rauchenden Mülleimer an der S-Bahn-Station Vaterstetten. Der Mann löschte den Brand noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte. Die Freiwillige Feuerwehr Vaterstetten musste deshalb nur noch abschließende Löscharbeiten vornehmen. Vermutlich hatte eine achtlos weggeworfene Zigarette den Brand ausgelöst. Sachschaden entstand nicht.
Am Dienstagabend, 11. August, gegen 20.22 Uhr entdeckte ein Spaziergänger ein rauchendes Glutnest im Wald hinter dem Eulenweg. Es befand sich vor einer Parkbank auf dem Waldboden. Auch in diesem Fall vermutet die Polizei eine Zigarette als Ursache. Die Feuerwehr löschte die Glut. Die Polizeiinspektion Poing ermittelt wegen des Herbeiführens einer Brandgefahr. Ein Sachschaden entstand nach bisherigen Erkenntnissen nicht.
Unmittelbar nach diesem Einsatz wurden Polizei und Feuerwehr zu einem Brandalarm in einem nahe gelegenen Seniorenwohnpark gerufen. Dort hatte ein Bewohner Essen auf dem Herd stehen lassen. Glücklicherweise blieb es bei einer Rauchentwicklung; Sachschaden entstand nicht.
Angesichts der anhaltenden Trockenheit weist die Polizei auf die hohe Gefahr von Wald- und Flächenbränden hin. In Wäldern gilt ein absolutes Rauchverbot. Brennende oder glimmende Gegenstände dürfen weder weggeworfen noch unvorsichtig gehandhabt werden. Das gilt auch für Zigarettenreste, die aus Autos oder Zügen geworfen werden.
Nach dem Bayerischen Waldgesetz dürfen im Wald und in einer Entfernung von weniger als 100 Metern grundsätzlich weder offenes Feuer noch Grill- oder Lagerfeuer entzündet werden. Auch Feuerstellen außerhalb dieses Bereichs müssen sorgfältig beaufsichtigt und vollständig gelöscht werden. Zudem sollte nicht mit Kraftfahrzeugen auf Waldwegen oder trockenen Grasflächen gefahren werden, da heiße Auspuffanlagen und Katalysatoren Brände auslösen können.
Zeugenaufruf:
Wer im Zusammenhang mit dem angezündeten Holzstapel in der Verdistraße verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich unter Telefon 08121/9917-0 bei der Polizeiinspektion Poing zu melden.
