Start für Agri-Photovoltaik-Anlage

von b304

Mit dem offiziellen Spatenstich am gestrigen Montag (16. März) fiel der Startschuss für den Bau einer Agri-Photovoltaik-Anlage auf dem Feld von Landwirt Georg Bockmaier in Grasbrunn. Hier werden künftig Landwirtschaft und die Erzeugung von Solarstrom auf einer Fläche kombiniert. Die Doppelnutzung trägt dazu bei, die Energiewende voranzutreiben, ohne wertvolle Ackerflächen aus der landwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen.
Auf der Fläche in Grasbrunn wird eine moderne, nachgeführte Agri-PV-Anlage mit einem sogenannten 2P-Tracker-System errichtet. Die Module folgen dabei dem Sonnenverlauf, wodurch sowohl die Stromerträge gesteigert als auch die Lichtverhältnisse für die landwirtschaftliche Nutzung optimiert werden können.
Insgesamt sind rund 1.600 Module in vier Reihen mit einem großzügigen Reihenabstand von 17 Metern vorgesehen. So steht der überwiegende Teil der Fläche, nämlich 88 Prozent, auch künftig für den Anbau von Kartoffeln und Getreide unter und zwischen den Modulreihen zur Verfügung. Mit einer installierten Leistung von etwa 1 Megawatt peak (MWp) wird die Anlage einen wichtigen Beitrag zur regionalen, erneuerbaren Energieversorgung leisten. Gleichzeitig können die Kulturen durch die Teilüberdachung besser vor Wetterextremen wie Hitze oder Starkregen geschützt werden.
Landrat Christoph Göbel betonte die Relevanz derartiger Projekte für die regionale Energiewende. Auch Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder hob die Vorbildfunktion des Projekts für die Gemeinde hervor. Die Anlage zeige, wie innovative Technologien konkret vor Ort zur nachhaltigen Entwicklung beitragen können.

(von li.:) Landrat Christoph Göbel, Bürgermeister Klaus Korneder, Landwirt Georg Bockmaier und Dr. Adrian Renner, Geschäftsführer der feld.energy GmbH, beim symbolischen ersten Spatenstich. (Foto: Gemeinde Grasbrunn)