Das Geothermie-Projekt der Gemeinden Vaterstetten, Grasbrunn, Haar und Zorneding startet in die nächste Projektphase: Nach der inzwischen komplett abgeschlossenen Freiräumung des Bohrplatzes zwischen Vaterstetten und Weißenfeld hat am Dienstag die Bohrung für das Frischwasser begonnen.
„Eine konstante Frischwasserversorgung der Bohranlage ist essenziell. Allein 15 Liter Wasser pro Sekunde sind notwendig, um mit sogenannten Spülungen das Bohrklein, also das zerkleinerte Gestein, aus der Tiefe nach oben zu fördern“, erklären Tobias Aschwer und Markus Porombka, die beiden Geschäftsführer der GeoEnergieMünchenOst GmbH (GEMO). Das Wasser wird direkt auf dem Bohrplatz gefördert, zusätzlich liefert der örtliche Versorger Trink- und Brauchwasser für den Betrieb.
Bei den aktuellen Arbeiten wird der Untergrund bis in eine Tiefe von rund 25 Metern erkundet. Ziel ist es, die Gesteinszusammensetzung und mögliche Grundwasserleiter genau zu bestimmen. Die Bohrung wird außerdem zu einer Grundwassermessstelle ausgebaut, die später als Brunnen für die Bohranlage dient. Alle Arbeiten erfolgen unter strengen wasserrechtlichen Auflagen. „Unser Grund- und Trinkwasser ist ein höchst schützenswertes Gut, daher nehmen wir die Vorgaben natürlich besonders ernst“, betont die Geschäftsführung.
Wie geht es weiter?
Die Erkundungsbohrungen sollen in den kommenden zwei Wochen abgeschlossen sein. Anschließend werden die Aufträge für die Tiefenbohrungen nach heißem Thermalwasser ausgeschrieben. Ende des zweiten Quartals 2026 soll der Bohrplatz vollständig eingerichtet sein, sodass die eigentlichen Bohrungen im vierten Quartal 2026 beginnen können.
