Die bayerische Landesgruppe der INTHEGA hat eine neue Doppelspitze: Beim Treffen der Kulturamtsleiterinnen und -leiter aller bayerischen INTHEGA-Kommunen wurde Matthias Riedel-Rüppel, Intendant des Kleinen Theaters Haar, zum Vorsitzenden gewählt.
Gemeinsam mit Barbara Lackermeier wird er künftig die Arbeit der Landesgruppe leiten.
Beide Vorsitzende verfügen bereits über eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die aktuell im ZAMMA-Festival des Bezirks Oberbayern in Kooperation mit der Stadt Unterschleißheim sichtbar wird.
Die INTHEGA – die Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e. V. – ist der führende Fachverband der Gastspielbranche und vertritt über 400 Kommunen im deutschsprachigen Raum. Mitglieder sind Städte, Gemeinden, Vereine sowie weitere Institutionen, die kommunale Kulturprogramme gestalten und hierfür auf Gastspielproduktionen zurückgreifen. In Bayern gehören derzeit 53 Kommunen dem Verband an.
Die Landesgruppen der INTHEGA fördern die Vernetzung der kommunalen Kulturarbeit, bündeln Interessen und schaffen praxisnahe Austauschformate. Lackermeier und Riedel-Rüppel wollen dieses Netzwerk weiter ausbauen, den fachlichen Dialog stärken und die Stimme der Kommunen auf Landes- und Bundesebene deutlicher hörbar machen.

„Gerade in Zeiten knapper werdender kommunaler Finanzmittel muss eine gute Vernetzung aller in der Kultur Tätigen gewährleistet sein. Kein Gastspielhaus und keine Kommune wird die Herausforderungen, die derzeit an die Kultureinrichtungen gestellt werden, allein bewältigen können“, betont Riedel-Rüppel, Intendant des Kleinen Theater Haar und Projektleiter von „ZAMMA – Das Festival Oberbayern“ des Bezirk Oberbayern.
Inhaltlich setzen die neuen Vorsitzenden klare Schwerpunkte: Stärkung von Teilhabe und Inklusion, Weiterentwicklung nachhaltiger und digitaler Kulturformate sowie neue, flexible Austausch- und Kooperationsmodelle zwischen den Kommunen.
„Unser Ziel ist es, dass auch in Zukunft ein vielfältiges kulturelles Leben – auch abseits der großen Städte – erhalten bleibt. Angebote, die in diesen schwierigen Zeiten verschwinden, werden nicht wieder zurückkommen, selbst wenn sich die finanzielle Situation der Kommunen irgendwann entspannt“, so Riedel-Rüppel.
Mit der neu gewählten Doppelspitze setzt die INTHEGA-Landesgruppe Bayern ein deutliches Zeichen für eine vernetzte, handlungsfähige und zukunftsorientierte Kulturarbeit.
