Leichtathletik: Rekorde und Missgeschicke

von b304

Die ganze Bandbreite aus Erfolgen und Misserfolgen erlebten fünf Senioren vom TSV Vaterstetten beim Hallen-Sportfest in Fürth. Mit fünf Teilnehmern in den Altersklassen M50, M55, M60 und M70 waren die Leichtathletik-Senioren vom TSV Vaterstetten beim Hallen-Sportfest in der Quelle-Halle in Fürth vertreten. Die 35. Auflage fand erstmals unter dem Namen „Dieter-Krumm-Seniorensportfest“ statt – in Gedenken an den verstorbenen Initiator des traditionellen Wettkampfs für Masters.
Auf der Heimreise hatten die TSV-V-Vertreter ein neuer deutscher Rekord und fünf neue Vereinsrekorde in den Altersklassen im Gepäck. Zwei Vereinsrekorde gingen auf das Konto von Gerhard Zorn, der in seiner neuen Altersklasse M70 die Läufe über 60 m, 100 m sowie 200 m gewann und dabei auch zahlreichen jüngeren Athleten die Hacken zeigte. Die 8,18 Sek. über 60 m ist eine nationale Bestleistung in dieser Altersklasse und eine schnellere Zeite, als sie der im Dezember 2025 verstorbene Guido Müller – erfolgreichster Senioren-Leichtathlet Deutschlands – seinerzeit geschafft hatte.
Warum Gerhard derzeit so schnell ist? „Meine neue Starttechnik spielt sicherlich eine Rolle“, sagt er „und außerdem habe ich beim Startschuss endlich mal eine gute Reaktion gezeigt und zuletzt viel mit einem Gewichtsschlitten trainiert.“
Ebenfalls einen Vereinsrekord holte sich Dirk Schönmetzler bei seinem Sieg im Weitsprung der Altersklasse M50 mit 5,38 m. Damit egalisierte er den von Guido Müller 1988 aufgestellte Vereinsrekord. „Ich wollte nicht so vermessen sein, Guido auch diesen Rekord noch wegzunehmen“, sagte Dirk hinterher. „Guido ist noch in unseren Köpfen drin, da gehört sich das irgendwie nicht“, fügte er augenzwinkernd hinzu. Auch über 60 m Hürden war Dirk in 9,21 Sek. nicht zu schlagen – da es hier bisher noch keine Leistung eines TSV-V-Athleten gab, ist das logischerweise auch ein neuer Vereinsrekord.
Schließlich verbesserte auch Christian Töpfer im Weitsprung in der Altersklasse M55 den 15 Jahre alten Vereinsrekord. „Aber meine 4,72 m werden nicht lange bestehen bleiben und bald von anderen Athleten übertroffen werden“, betonte er hinterher. „So ehrlich muss man sein.“
Im 60-m-Sprint lief Christian 8,43 Sek., Ingo Kemmerzell (Altersklasse M60) und Albert Süß (M70) wurden über die gleiche Distanz mit 9,21 Sek. bzw. 10,09 Sek. gestoppt. Ingo und Albert waren auch
beim Hochsprung am Start, wo sie jedoch Pech hatten.
Während Albert einen „Salto nullo“ produzierte und bei seiner Anfangshöhe scheiterte – zu seiner Ehrenrettung muss gesagt sein, dass er sofort nach seinem Weitsprungwettkampf zum Hochsprung musste –, verlief auch Ingos Hochsprung nicht nach Plan und er musste sich mit übersprungenen 1,27 m begnügen. „Richtig super“ ist es Ingo dann aber im anschließenden Lauf über 200 m ergangen, den
er in 29,98 Sek. bewältigte.

Dirk Schönmetzler, Albert Süß, Ingo Kemmerzell (o.v.l.) sowie Gerhard Zorn und Christian Töpfer (u.v.l.). (Foto: TSVV-Leichtathletik)