Gedenkveranstaltung

von b304

Mit der Deportation von 25 Männern aus der damaligen Pflegeanstalt Eglfing-Haar in die Tötungsanstalt Grafeneck begann am 18. Januar 1940 nicht nur das dunkelste Kapitel der Geschichte des Klinikums. Diese Deportation war zugleich der Beginn eines hunderttausendfachen Mordens in Deutschland. Die Psychiatrie und die Gesellschaft insgesamt arbeiteten die Verbrechen nach dem II. Weltkrieg zunächst kaum auf, der Mantel des Schweigens wurde über die zwölf Jahre der Diktatur und Morde gelegt. Nur wenige Ärzte und Psychiater fanden den Mut und kämpften für Aufarbeitung und Aufklärung und spürten zum Teil massiven Widerstand.

Am 18. Januar 2026, ab 16.30 Uhr (Haus 4 des kbo-Isar-Amper-Klinikums Region München
Ringstraße 4, 85540 Haar) gedenken das kbo-Isar-Amper-Klinikum und die Gedenkinitiative gemeinsam den ermordeten Menschen in Haar.

Auch zwei Vorträge sind geplant: “Die NS-„Euthanasie“ als existentielle Erschütterung der Psychiatrie” und “Nach dem Krankenmord – Psychiatrie am Ende des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit”. Um 18 Uhr ist eine Kranzniederlegung an der „Bibliothek der Namen“ vorgesehen und um 19 Uhr gibt es eine Aufführung des Theaterstücks „Stimmen“ im Gesellschaftshaus (Ringstraße 36. Kostenlose Teilnahme.)