Farbenreichtum beim Neujahrskonzert

von b304

Mit einem sehr facettenreichen Programm lädt der Kulturverein Haar am Sonntag, 18. Januar, um 19.30 Uhr, zum Neujahrskonzert in den Bürgersaal Haar ein. Höhepunkt des Konzerts ist das Oktett F-Dur op. 803 von Franz Schubert, das zu den populärsten Werken der Kammermusik für eine gemischte Besetzung aus Streichern und Bläsern zählt. Das Besondere an der Formation des Oktetts – zwei Violinen, Viola, Cello, Kontrabass, Fagott, Klarinette und Horn – ist, dass mit einer kleinen Besetzung ein symphonischer Klang erzielt wird, der die Grenzen der Kammermusik überwindet.
Schubert zeigt mit diesem Oktett seine ganze Kunst. Er verbindet Leichtigkeit und Tiefe, tänzerische Rhythmen und innige Melodien, lässt einerseits jedes Instrument zur Geltung kommen und verwebt andererseits Bläser und Streicher zu einem wunderbaren Klangteppich.
Dem Oktett geht das Werk „Texture“ des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa voraus, in dem dieser in eine musikalische Textur „Lieder“ eingewebt hat, lebendige, kalligraphie-ähnliche Melodien. In ihnen werden die Gegensätze des Lebens wie Stillstand und Bewegung, Licht und Schatten, das Männliche und das Weibliche, Stärke und Schwäche, Höhe und Tiefe „ohne Konflikt“ miteinander verwoben wie das Yin und Yang des Ostens. Passend dazu hat Hosokawa die Instrumentierung in zwei Gruppen aufgeteilt, ein Streichquartett sowie eine zweite Gruppe aus Klarinette, Fagott, Horn und Kontrabass, die sich in der Musik allmählich zu einer harmonischeren Welt vereinigen.
Am Beginn des Konzerts stehen vier Stücke aus Franz Schuberts Moments musicaux. Mit diesem ursprünglich für das Piano geschriebenen Zyklus hat Schubert in seinem letzten Lebensjahr wunderbare “musikalische Augenblicke” veröffentlicht, die an Popularität sogar seine Impromptus überragen, was an ihrer berührenden Natürlichkeit liegt, die es einfach und ungekünstelt zu musizieren gilt.
Dieses farbenreiche Programm könnte nicht besser als von dem Oktett aus Solisten des national und international renommierten Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks musiziert werden: Michael Friedrich und Anne Schoenholtz – Violine, Christa Jardin – Viola, Katharina Jäckle – Cello, José Sebatião Trigo – Kontrabass, Susanne Sonntag – Fagott, Bettina Faiss – Klarinette und Ursula Kepser – Horn.
Karten zu 25 €, erm. zu 12 € (für SchülerInnen und Auszubildende) im Vorverkauf unter www.kulturverein-haar.de, bei Schreibwaren Willerer und der Jagdfeld Apotheke sowie an der Abendkasse. Ferner an der Abendkasse ein Kontingent an Freikarten für SchülerInnen und Auszubildende.