In Poing beginnen die ersten Arbeiten für den neuen Polizeistandort. Ab kommendem Montag (9. Februar) wird im Ortsteil Grub an der Senator-Gerauer-Straße das Baufeld freigemacht. Damit wird der Startschuss für ein Bauprojekt gegeben, das künftig mehrere wichtige Polizeieinrichtungen an einem Standort vereint.
Geplant ist ein moderner Komplex mit Verwaltungs-, Trainings- und Einsatzräumen. Neben der neuen Polizeiinspektion Poing sollen dort auch eine Dienststelle der Zentralen Ergänzungsdienste sowie das Polizeiliche Einsatztrainingszentrum Poing untergebracht werden.

Zum Auftakt werden die bereits seit längerer Zeit stillgelegten Stallgebäude der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft schrittweise zurückgebaut. In den Gebäuden wurden keine Tierhabitate festgestellt. Auf dem Gelände selbst fanden Fachleute jedoch einige Bäume mit Hohlräumen, die möglicherweise von Fledermäusen genutzt werden. Um diese geschützten Tiere nicht zu stören, begleitet eine spezialisierte Fachfirma die Arbeiten. Die betroffenen Bäume werden zunächst zurückgeschnitten und anschließend innerhalb des Geländes versetzt.
Nach der Baufeldfreimachung wird der Oberboden abgetragen. Außerdem erfolgt eine Untersuchung auf mögliche Kampfmittel. Parallel dazu wird das Gelände archäologisch begleitet, da in der näheren Umgebung bereits Spuren einer vor- und frühgeschichtlichen Siedlung entdeckt wurden.
Die neuen Dienstgebäude sind in Holz-Hybrid-Bauweise geplant. Besonderer Wert wird auf eine energieeffiziente und ressourcenschonende Bauweise gelegt. Trotz der hohen Anforderungen an Sicherheit und Funktionalität setzt der Entwurf auf kompakte und flächensparende Gebäude.
Mit dem Baubeginn soll ein wichtiger Schritt zur Stärkung der polizeilichen Infrastruktur in Poing gemacht werden.

