Albert Wirth wird Kreisbrandrat

von b304

Die Feuerwehren im Landkreis Ebersberg bekommen demnächst einen neuen Chef: Albert Wirth aus Hergolding. Mit großer Mehrheit entschieden sich die Kommandanten der Landkreis-Feuerwehren für den 59-jährigen, der unter anderem 24 Jahre als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Parsdorf-Hergolding tätig war und für die CSU im Vaterstettener Gemeinderat sitzt.

Seit September 2021 ist der 59-jährige für den Fachbereich Ausbildung aller Feuerwehren im Landkreis zuständig und zudem seit rund zwei Jahren als örtlicher Einsatzleiter tätig.

Die Wahl des Kreisbrandrats fand am gestrigen Donnerstagabend im Landratsamt statt. Wie im Bayerischen Feuerwehrgesetz vorgeschrieben, liegt das Vorschlagsrecht beim Landrat, der auf Empfehlung der Kommandantenvertreter Albert Wirth vorschlug. Wahlberechtigt waren die Kommandanten der 47 Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis sowie der Werkfeuerwehr Canon-Stahlgruber. Die 46 anwesenden Kommandanten wählten Albert Wirth mit 42 Stimmen, was 91,30 Prozent entspricht.

Landrat Robert Niedergesäß lobte Albert Wirth als einen äußerst erfahrenen und fachlich hoch anerkannten Feuerwehrmann: „Seine langjährig praktische Erfahrung als Kommandant, seine Arbeit in der Kreisbrandinspektion und insbesondere sein großes Engagement im Bereich der Aus bildung stehen für Kontinuität, Kompetenz und Verlässlichkeit. Ich bin überzeugt, dass Albert Wirth die Feuerwehren im Landkreis Ebersberg mit ruhiger Hand, hoher Fachlichkeit und großem Verantwortungsbewusstsein führen wird. Für diese Aufgabe wünsche ich ihm viel Erfolg und stets eine glückliche Hand. Gemeinsam wollen wir in den nächsten Jahren die Reali- sierung des Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ausbildungszentrums im Landkreis in Angriff nehmen“

Albert Wirth folgt auf Kreisbrandrat Andreas Heiß, dessen Amtszeit ordnungsgemäß im April dieses Jahres endet. Der 58-jährige Heiß stand aus gesundheitlichen Gründen für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Er war zwölf Jahre lang Kreisbrandrat. Insgesamt blickt Heiß auf 36 Jahre Engagement in der Kreisbrandinspektion für den Landkreis Ebersberg zurück. Er bedankte sich bei den anwesenden Kommandanten sowie beim Landrat für die stets einwandfreie Zusammenarbeit. Gemeinsam habe man in den vergangenen 12 Jahren für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger viel erreichen können, so etwa die Umsetzung des ersten Feuerwehr- und Katastrophenschutzbedarfsplans. Ebersberg war 2019 der erste Landkreis in Bayern, der einen solchen Bedarfsplan entwickelt hat.

Kreisbrandrat Andreas Heiß, Landrat Robert Niedergesäß, Kreisbrandinspektor Albert Wirth
© B. Seidl/KBI Ebersberg