Seit 2020 gibt es in Vaterstetten verschiedene Referentenposten. Gemeinderatsmitglieder sollen dabei als Ansprechpartner und Bindeglied zwischen Verwaltung, Bürgern und Organisationen in unterschiedlichen Themenfeldern fungieren.
Während vor sechs Jahren noch 23 Referenten bestimmt wurden, sind es in der aktuellen Wahlperiode nur noch 15. Acht Posten entfallen. Posten, die „nicht zwingend nötig sind“, seien gestrichen worden, erklärt Theresa Feilhuber aus der Rathausverwaltung. Als verzichtbar gelten aus Sicht des Gremiums somit die Ressorts Abfallwirtschaft, Digitalisierung, Ehrenamtliches Engagement, Inklusion, Soziales und Nachhaltigkeit. Das bisherige Ressort Straßen- und Wegebau wird künftig in den Bereich Mobilität und Verkehrswege integriert. Beim Ressort Familie wird zudem ein Referentenposten eingespart: Statt bislang drei gibt es dort künftig nur noch zwei.
Überschaubare Einsparung
Hinter der Verschlankung steht auch ein Spargedanke. Jeder Referent erhält zusätzlich zu den sonstigen Aufwandsentschädigungen 65 Euro im Monat. Durch acht gestrichene Posten wird der Gemeindehaushalt damit um gut 6.000 Euro im Jahr entlastet – bei einem kommunalen Millionenetat eine eher überschaubare Summe.
Auch andere Kommunen setzen auf Referentensysteme. In der Nachbarstadt Haar wurde ein solches Modell erst in diesem Jahr neu eingeführt – dort allerdings deutlich schlanker: Fünf Ressorts gibt es, nämlich Soziales, Energie und Klimaschutz, Bauwesen, Bildung und Kultur.
Die Referenten:
Familie : Bianca Dusi-Färber (FW), Annabell Wegener (CSU)
Feuerwehr: Benedikt Weber (CSU)
Finanzen: Philipp Trepte (CSU)
Jugend: Luzia Schaarschmidt (Grüne)
Klima und Energie: Felix Edelmann (Grüne)
Kultur: Raphael Melcher (SPD)
Mobilität und Verkehrswege: Josef Mittermeier (SPD)
Natur- und Umweltschutz: Stefan Ruoff (Grüne)
Ortsplanung: Stefan Huber (CSU)
Partnerschaften: Annika Deutschmann (SPD)
Schulen: Cordula Koch (SPD)
Senioren: Klaus Willenberg (FDP)
Sport: Sonja Kiran (FW)
Wirtschaft: Michael Niebler (CSU)
