Für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Haar war die Nacht zum Donnerstag, 17. September, bereits um 3.30 Uhr zu Ende. Eine Anwohnerin hatte kurz zuvor einen Brand in einer Garage an der Mozartstraße bemerkt und den Notruf gewählt. Als die Feuerwehr eintraf, stand eine von insgesamt vier Garagen bereits in Vollbrand.
Die Flammen hatten sich nicht nur auf den Innenraum beschränkt, sondern bereits auf die Dachkonstruktion und einen darüberliegenden Zwischenboden ausgebreitet. Um auch versteckte Brandstellen zu erreichen, mussten die Feuerwehrleute Teile der Konstruktion öffnen. Für die Brandbekämpfung kamen drei C-Rohre sowie ein Werfer zum Einsatz. Wegen der starken Rauchentwicklung und der aufwendigen Löscharbeiten waren im Verlauf des Einsatzes mehr als zehn Atemschutzgeräteträger im Einsatz.

Auch nachdem die offenen Flammen gelöscht waren, war der Einsatz noch lange nicht beendet. Der Inhalt der Garage musste über einen längeren Zeitraum kontinuierlich gekühlt werden. Die unmittelbar angrenzende Garage wurde durch die starke Rauchentwicklung ebenfalls erheblich in Mitleidenschaft gezogen.
In der ausgebrannten Garage befanden sich unter anderem ein BMW sowie mehrere Batteriespeicher einer Photovoltaikanlage. Die Garage und ihr gesamter Inhalt wurden durch das Feuer vollständig zerstört. Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden im mittleren sechsstelligen Bereich. Verletzt wurde niemand.
Im weiteren Verlauf wurde auch das THW München-Land hinzugezogen. Dessen Fachkräfte überprüften die Gebäudekonstruktion und die Standsicherheit. Zudem befand sich im Bereich des Daches eine komplexe Elektroinstallation. Gemeinsam mit dem THW nahm die Feuerwehr die elektrische Anlage fachgerecht außer Betrieb. Dafür kam auch die Drehleiter der Feuerwehr Haar zum Einsatz.
Wegen des hohen Personalbedarfs und der langwierigen Nachlöscharbeiten mussten die unter Atemschutz eingesetzten Feuerwehrleute mehrfach abgelöst werden. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.
Für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Haar bedeutete der nächtliche Einsatz allerdings nicht zwangsläufig das Ende ihres Tages. Viele der ehrenamtlichen Kräfte gingen anschließend direkt zur Arbeit, in die Schule oder ins Studium – oder zurück zu ihren Familien.
Zur Ursache des Feuers können derzeit keine Angaben gemacht werden. Die weiteren Ermittlungen hat das zuständige Kommissariat 13 übernommen.

