Großeinsatz am Haarer Bahnhof nach gemeldeter Bedrohung

von b304

Eine gemeldete Bedrohung mit einer Schusswaffe hat am Freitagabend einen größeren Polizeieinsatz am Haarer Bahnhof ausgelöst. Nach Angaben der Polizei bestätigten sich die Schilderungen der Mitteilerin im weiteren Verlauf nicht.

Gegen 18.50 Uhr hatte sich eine 40-jährige Frau über den Polizeinotruf 110 gemeldet. Sie gab an, soeben von einem vermummten Mann mit einer Schusswaffe bedroht worden zu sein. Der Unbekannte befinde sich ebenfalls am Bahnsteig des Haarer Bahnhofs. Daraufhin wurden zahlreiche Streifen der Münchner Polizei zum Bahnhof geschickt. Der Bereich wurde abgesperrt. Nachdem die Frau später angegeben hatte, der mutmaßliche Täter habe das Bahngleis verlassen, leitete die Polizei eine Fahndung im Umfeld des Bahnhofs ein.

Zusätzlich berichtete die 40-Jährige, der Unbekannte habe mehrfach in die Luft geschossen. Die Polizei befragte daraufhin weitere Fahrgäste am Bahnsteig. Nach Angaben der Polizei konnten die von der Frau geschilderten Beobachtungen und Erlebnisse von keiner weiteren Person bestätigt werden. Ein Atemalkoholtest bei der 40-Jährigen ergab laut Polizei einen erhöhten Promillewert. Aufgrund dieser Feststellung und der Ergebnisse der Befragungen ging die Polizei davon aus, dass sich die Frau das geschilderte Szenario möglicherweise eingebildet hatte. Eine Gefahr für andere Personen oder für die Frau selbst bestand nach Einschätzung der Polizei nicht. Sie konnte deshalb vor Ort entlassen werden.

Der Einsatz hatte auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr: Dieser musste am Bahnhof Haar zwischen 18.58 Uhr und 19.12 Uhr eingestellt werden. Die weitere Sachbearbeitung hat die Polizeiinspektion 25 (Trudering) übernommen.